23.12.2021

Abschied vom Recht auf körperliche Unversehrtheit

(Warum eigentlich nicht gleich ein Brandzeichen?)

Ja, dieser Abschied vom Recht auf körperliche Unversehrtheit ist unübersehbar.
Er kommt völlig unerwartet und derart massiv, dass dieser Staat – kann man ein solches Konstrukt eigentlich noch als Staat bezeichnen – offenbar jede Hemmung verloren hat und das innerhalb weniger Wochen.
Interessant in diesem Zusammenhang ist dabei der Umstand, welcher andere Staat so weit geht, sämtliche Hemmungen gegenüber den Bürgern, die eigentlich von genau diesem Staat geschützt werden müssen, über Bord zu werfen.
Böse Zungen würden möglicherweise behaupten, es vorher geahnt zu haben, jedoch gibt der Unterzeichner zu, zu keiner Zeit mit einem so schnellen und kompromisslosen Kippen der Grundwerte gerechnet zu haben.
Schlimm ist dabei besonders das Gefühl, das sich einstellt und hinlänglich bekannt ist, dieses Gefühl des schutzlosen ausgeliefert Seins, wie man es noch aus der Nachkriegszeit kennt, jener Zeit, in der die Nazis noch an allen Hebeln der Macht saßen. Als Lehrer mittels irgendwelcher Notverordnungen zu ihrer Tätigkeit gekommen waren und eine Stimmung der Angst erzeugten.

Vor 1968 war das Leben ein anderes. Immerhin waren sie alle noch da, diejenigen, ohne die die Nazidiktatur nicht vorstellbar gewesen ist. Sie waren unsere Lehrer, saßen an den Schaltern der Post und waren unsere Onkel und Tanten, die mehr oder weniger Mitläufer gewesen waren.
Heute tut es mir Leid, meine Eltern und alle anderen gefragt zu haben, wie konnte das passieren, denn seit einigen Wochen wird es mir deutlich vor Augen geführt.

Als normale Menschen Geborenen wird die aktive Teilnahme am öffentlichen Leben abgesprochen und verwehrt, weil sie sich kein Zeichen auf die Stirn tätowieren lassen wollen. Der normale Mensch ist nun derjenige, der jede Art von Kritikfähigkeit an den Nagel gehängt hat und denen glaubt, die in den letzten Monaten in Talkshows und Fernsehinterviews nachweislich gelogen haben, dass sich die Balken biegen und jede noch so kleine Kritik zur Verschwörungstheorie erklärt haben.
Ein Volk, das denen glaubt, die Ungepimpfte zu Volksschädlingen erklären, ihnen alles in die Schuhe schieben, was an Problemen in kaputtgesparten und zu Tode rationalisierten Krankenhäusern zu sehen ist.

Der Autor hat Jahre gebraucht, um den Staat als menschlicher zu erfahren, nachdem er aufgrund seiner Meinung zu Frieden, Natodoppelbeschluss und Atomkraft massiv unter Druck gesetzt worden war, nachdem er drei bis vier Mal pro Woche angehalten worden war, weil eine allgemeine Verkehrskontrolle an jeder Ecke lauerte.
Es gab nie auch nur den Hauch eines nachweisbaren Delikts und trotzdem wurde dem Autor mit allen Mitteln des Polizeiapparats nachgestellt, bis er an das BKA und den Generalbundesanwalt schrieb und Auskunft verlangte, warum ihm so massiv und systematisch nachgestellt wurde.
Etwa sechs Wochen nach dem Verschicken der Briefe hörte es auf.

Für den Autor ist es also nichts Neues, ohne ein Delikt kriminalisiert zu werden.

Wer sich geändert hat, ist nicht der Mensch, der geboren wurde, sondern der Staat, der die Definition für Mensch offenbar verändert, ohne es offen zu legen.

Nur der PIMPFMENSCH ist ein Mensch, der es Wert ist, als solcher geachtet zu werden.
Ein Nichtgepimpfter ist also kein Mitglied dieser Gesellschaft mehr, er ist ein Aussätziger, ein Paria...
Wird es Lager geben? Werden sie das Wahlrecht verlieren, wir erinnern uns noch an Zuchthäuser mit dem Entzug der Bürgerlichen Ehrenrechte.

So wie es bei den Nazis Denunzianten und Mitläufer gab, gab es sie auch in der DDR und nun kommen sie wieder aus ihren Löchern, diejenigen, die keinen Moment zögern würden, einen Nichtpimpf der GESTAPO, STASI oder wie immer die zu erwartende Behörde heißen wird, zu melden, die wie bei der Inquisition allen drakonischen Übergriffen des Staates zujubeln würden, wie die Bürger von Paris angesichts der Guillotine als Folge der Revolution.

Ja, die Pimpf*innen werden auch zu den Scheiterhaufen gehen und eventuell zu erwartenden Steinigungen beiwohnen. Es hat sie wohl immer gegeben und sie kommen nach und nach aus ihren Löchern. Gibt es Pimpfe, die Nichtpimpfe im Keller verstecken würden? Oder wird es einen Untergrund geben?

Ach hätten doch mehr Leute Science-Fiction gelesen. Viele geben übrigens vor 1984 von George Orwell zu kennen.
Jahrhunderte mangelte es dem Menschen an Wissen, was die Gefahr durch Mikroorganismen anging, doch durch Hygienemaß-nahmen fand man einen Weg die Kontermination so gering wie möglich zu halten.

Die Frage muss lauten:
„Werden die irren Politiker doch noch einen Ausweg finden, oder diesen Weg der Vernichtung bis zum bitteren Ende gehen?“


Udo Müller-Christian





In Fukushima musste ein Radius von 80 Kilometern evakuiert werden und wird für Jahrhunderte unbewohnbar bleiben!

Doch wie sieht es bei uns in Deutschland aus?
Hier haben wir fiktive Evakuierungsradien von ja 80km um aktive deutsche Kernkraftwerke (Daten erstellt von Maximilian Schönherr)
Deutsch: Die Illustration zeigt fiktive 80km-Radien um die zurzeit in Deutschland aktiven Kernkraftwerke herum. Im Falle des massiven Austritts radioaktiver Strahlung bei Unfällen oder im nicht geregelten Betrieb wird ein solcher Radius zur Evakuierung der Bevölkerung durchaus in Erwägung gezogen. Große Teile Nordwest- und fast das gesamte Süddeutschland wären dann nicht mehr bewohnbar.


English: This illustrations shows a map of Germany with large white spots. These spots symbolize an 80km radius around each of Germany's current nuclear power plants. This radius in case of a radiation problem is purely fictious but has been called realistic by the International Atomic Energy Agency (IAEA) in case of severe problems with reactors like in Fukushima in March 2011. According to this map large areas of north and south Germany would be inhabitable in case of massive failures of all currently active nuclear power plants.

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