In einem Telefonat mit einer alten Freundin – fünfzig Jahre Freundschaft scheinen mir den Begriff zu rechtfertigen – nutzte sie den Begriff des „Moralischen Kompass“.
Ein Arzt, mit dem sie zu tun habe, hätte offenbar den moralischen Kompass aus den Augen verloren.
Der „moralische Kompass“, eine Ausrichtung, die wir durch Prägung erwarben und die uns eine Richtschnur in unserem Handeln zu bieten hat, der wir unbewusst folgen.
Hier ist wichtig uns bewusst zu machen, dass sich Prägung in besonderer Weise von Erziehung unterscheidet und dass es nur schwierig möglich ist, einmal erhaltene Prägungen zu deaktivieren.
Bei Timothy Leary konnten wir in den Sechzigern lesen, dass es äußerst problematisch ist, die menschliche Metaprogrammierung – heute würden wir sagen – um zu programmieren.
Für ihn war es also die Metaprogrammierung, was mir in den Siebzigern als Prägung vermittelt wurde und gestern beim Telefonat zum „moralischen Kompass“ wurde.
Wir reden hier von einer jüdisch/christlichen Prägung, die wir vom ersten Schrei an, einerseits beigebracht bekamen und andererseits, im Idealfall, erfolgreich vorgelebt bekamen.
Neben dem, was uns gemeinhin als die „Zehn Gebote“ bekannt ist, den humanistisch Geprägten als „kategorischer Imperativ“ den Kant beschrieb, sind es letztlich die prägnanten Sätze aus der Bergpredigt, die uns Orientierung im Hier und Jetzt geben, um einerseits vor den eigenen Maßstäben zu bestehen und andererseits im Miteinander eine gute Grundlage zu haben.
Das, was uns als die „zehn Gebote“ bekannt ist, stand schon in den Pyramidentexten im alten Ägypten, lange bevor die ersten Zeilen der Bibel nieder geschrieben wurden.
Nur, sollte uns das, an dieser Stelle, nicht weiter interessieren, denn man kann die Aussagen der Bibel natürlich viel früher in der Geschichte finden, hier sei nur ein Werk genannt, der Gilgamesh-Epos, das älteste bekannte Werk der Menschheitsgeschichte, in dem unter anderem die Sintflut in beeindruckender Form vorkommt.
Nein, es geht hier mehr um das, was es über Jahrtausende mit Menschen macht, die mit den genannten Glaubenssätzen von frühester Kindheit an konfrontiert sind und die genau wissen, dass es da um etwas Größeres geht, um alle Menschen miteinander leben zu lassen.
Es geht um das, was über lange Jahre nur den „Pfaffen“ vorbehalten war, als es die Bibel nur in Latein gab und in denen es dem gemeinen Volk verboten war, drin zu lesen – um somit dem Klerus die Deutungshoheit zu überlassen.
Luther, würden viele jetzt denken, hätte mit seiner Übersetzung für das Volk eine Wende eingeleitet, doch das stimmt nur zum Teil.
Klar muss man ihm hoch anrechnen, dass er den Klerus herausforderte und die Bibel für Jedermann und Jedefrau lesbar machte, doch schon bald schlich sich auch bei den sogenannten Protestanten die Neigung ein, die Deutungshoheit über „das Wort Gottes“ zu übernehmen.
Wir kennen viele christliche Gemeinschaften, die zum Teil vorgeben, sich am Neuen Testament zu orientieren und von denen gibt es auch einige, bei denen genau das stimmt.
In ihren Gottesdiensten und Versammlungen schlagen sie die Bibel auf und lesen einen Text, um ihn näher zu betrachten, bei den Klerikalen kann es auch vorkommen, doch geht es da zumeist um vorgegebene Texte und vorgegebene Interpretationen.
Wie sehr es hilft, ohne jemanden mit, woher auch immer genommener oder bekommener Deutungshoheit, in der Bergpre-digt zu lesen, sehen wir später, denn erst einmal müssen wir uns, ob wir nun wollen oder nicht, mit Margot und Franz befassen und deren Verrat an den Grundlagen des Christlichen Glaubens.
Margot hat wohl in der Bergpredigt Matthäus 5,43-45 gelesen:
„Ihr habt gehört, dass gesagt ist: „Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.“
Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen, auf dass ihr Kinder seid eures Vater im Himmel; denn er lässt seine Sonne aufgehen über die Bösen und über die Guten und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte…“
Darum können wir auch in der Zeitung lesen:
„Die Theologin Margot Käßmann setzt sich dafür ein, den Terroristen mit Liebe und Beten zu begegnen. Zudem antwortet sie auf die Frage, was Jesus zu den Brüsseler Anschlägen gesagt hätte.
Die evangelische Theologin Margot Käßmann mahnt, nicht mit Rache und Hass auf die Anschläge von Brüssel zu reagieren. Auf die Frage, was Jesus zu den Terroranschlägen sagen würde, antwortet sie: „Jesus hat eine Herausforderung hinterlassen: Liebet eure Feinde! Betet für die, die euch verfolgen!“, so Käßmann in der „Bild am Sonntag“.
Margot sagt also, wir müssen Anis Amri, der auf dem Breitscheidplatz in Berlin mit einem Lastwagen auf dem Weihnachtsmarkt so viele Ungläubige töten wollte, wie möglich, lieben.
Margot sagt auch, wir müssen Muhammad Atta, der am 11.09.2001 ein Flugzeug in das WTC in New York steuerte lieben und natürlich Osama bin Laden. Sicher auch andere Terroristen, oder Menschen, die als solche bezeichnet werden und wurden.
Andreas Baader, Ulrike Meinhof und Gudrun Ensslin fallen mir da gerade ein – Gudrun war übrigens Pfarrerstochter.
So weit sollte uns allen Margots Haltung klar sein.
Und dann lesen wir von ihr in der Bildzeitung:
„Wie heißt es in der Bibel: „Fürchtet euch nicht und lasst euch nicht vor ihnen grauen“ (5. Mose 31,6)“
Und dabei bezieht sie sich auf die Menschen, die die selbe jüdisch/christliche Prägung genossen haben sollten, wie sie selbst:
„Fast täglich begegnen mir in Radio oder Zeitung selbst ernannte Querdenker.
Ein seriös wirkender Mann mit Fahrrad schimpft auf einer Wahlkampfveranstaltung über die angebliche Diktatur in Deutschland. Eine Frau mit einem Plakat von Mahatma Gandhi pöbelt Polizisten an. Jana aus Kassel, die sich auf einer Demo in Hannover mit der Widerstandskämpferin Sophie Scholl verglichen hat, ist schon Legende.
Wer meint, Deutschland sei eine Diktatur, möge sich in Belarus einbürgern lassen.“
(Hier sei eine Zwischenbemerkung des Autors erlaubt: Als wir gegen den Natodoppelbeschluss auf der Straße waren, gegen Atomkraft und Castortransporte, wurden wir von Franz-Josef Strauß als Ratten und Schmeißfliegen bezeichnet und hörten täglich, wir sollten doch in die DDR umsiedeln)
Margot weiter:
„Da darf eine Sportlerin noch nicht einmal kleinste Kritik an Sportfunktionären äußern, ohne dass ihr Entführung droht. Das Flugzeug, in dem der regimekritische Blogger Roman Protassewitsch saß, wurde über dem Luftraum von Belarus zur Landung gezwungen. Das Letzte, was wir von dem jungen Mann gesehen haben, ist das Video eines gefolterten Menschen. Das ist reale Diktatur! Der Herr mit dem Fahrrad wäre in einem solchen Land nicht mehr zu Hause angekommen.
Mahatma Gandhi ist konsequent für Gewaltfreiheit eingetreten. Niemals hätte er jemanden angespuckt, verhöhnt, mit Häme überschüttet, der für Recht und Ordnung im besten Sinne eintritt. Das ist unwürdig.
(Auch hier ist eine Zwischenbemerkung von Nöten: Mahatma Gandhi hatte es auch nicht mit eingeschleusten Agent Provocateur zu tun, die aus der Menge der Demonstranten in den Siebzigern Steine warfen.)
Weiter mit Margot:
„Und Sophie Scholl hat mit ihrem Leben bezahlt für ihre mutige Infragestellung eines Regimes, das Millionen Juden ermordet hat.
Es wird Zeit, dass sich Leute zu Wort melden, die noch gerade denken können! Regimekritikerinnen in Belarus, Beteiligte von Gandhis Freiheitsbewegung und Mutige im Widerstand gegen die Nazis haben keinen demokratischen Staat verlacht, sondern ihr Leben riskiert für Menschenrechte und Freiheit!
Wehret den Anfängen, heißt es oft. Die Anfänge sind jetzt. Verschwurbelten Verschwörungstheoretikern und rechten Hassparolen müssen wir mit klarer Haltung und stichhaltigen Argumenten begegnen. Sonst gefährden sie unsere Demokratie.“
So weit Margot, die will, dass wir Terroristen lieben und Mitmenschen, die sich dem staatlichen Diktat nicht beugen wollen hassen. Tatsächlich fordert SIE uns zum Hass auf – Margot, hast du den „moralischen Kompass“ aus den Augen verloren?
Doch wie ist es wirklich mit dem, was in der Bibel steht? Möglicherweise hat sie ja Recht und Jesus erwartet von uns, ausgerechnet gegen die Menschen vor zu gehen, die die Schöpfung Gottes bewahren wollen, indem sie Lauterbachs Spritzenbeglückung ablehnen.
Also sehen wir uns an, was in der Bergpredigt steht und da äußert JESUS sich nicht zu Impfungen, nein, er äußert sich eindeutig zur GEN-Manipulation.
„An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln?“ Matthäus 7,16 Luther 1912.
„Ye shall know them by their fruits. Do men gather grapes of thorns, or figs of thistles?“ King James
Wer würde denn Feigen von den Disteln ernten wollen oder Trauben von den Dornen?
Diese Frage des Herrn können wir heute leicht beantworten.
Es sind die Verfechter der „Grünen Gentechnologie“.
Und wenn wir dann nachsehen, was Jesus vorher sagte (Matthäus 7, 15):
„Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? Also ein jeglicher guter Baum bringt gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt arge Früchte.“
Das muss man erst mal wirken lassen.
Sind die falschen Propheten die, die unsere Gene verändern wollen, oder die die uns eine Genveränderung verordnen wollen oder die, die im Pfaffenrock dazu aufrufen, Terroristen zu lieben und die zu hassen, die ihre Gene als Schöpfung Gottes bewahren wollen? - Oder sind es alle drei?
Franz hat übrigens eine genmanipulierte Impfung verpflichtend im Vatikan eingeführt, wie Tadschekistan und Turkmenistan.
Wenn sich unsere Machttrunkenen in Berlin daran orientieren wollen, können sie gleich George Orwells Lehrbuch 1984 beiseite legen und es gegen das des Gefreiten aus Braunau austauschen.
Doch was machen nun wir?
Nun, wir halten es nun doch mit Margot:
„Jesus hat eine Herausforderung hinterlassen: Liebet eure Feinde! Betet für die, die euch verfolgen!“, so Käßmann in der „Bild am Sonntag“.
Udo Müller-Christian